
Globalisierung braucht global Ordnung.
Band 2: Reformdruck im Nationalstaat und Reformvorschläge. Arme Länder und Strategien für unsere Hilfe.
2008. 344 Seiten. Hardcover.
Euro 29,00. SFr 49,90.
ISBN 978-3-8301-1191-7. R.G.Fischer Verlag
Joachim Bußmann, Jahrgang 1935, Deutscher, Wirtschaftsjurist, erstes und zweites Staatsexamen mit Prädikat in Frankfurt am Main / Wiesbaden. 1964 Mitarbeit am Konzentrationsbericht der Bundesregierung, Berichtsteile Patentrecht, Wettbewerbsrecht. 1974 Promotion in Frankfurt am Main. Verschiedene Beiträge in Fachzeitschriften. Seit 1964 berufstätig in der Schweiz, bis 1981 Leiter der Rechtsabteilung eines mittleren Pharmaunternehmens in Basel, von 1981 bis 1997 selbstständig als »Eidg. Dipl. Immobilien-Treuhänder«. Seit 1998 Beschäftigung mit dem Thema Globalisierung.
Globalisierung, sozialer Anspruch und das bunte Parteienspektrum bedrängen den deutschen Staat. Im Sandwich zwischen leeren Kassen und wachsenden Ausgaben muß er den Ausgleich finden. Reformen in den Sektoren Arbeit, Soziales und Steuern sind dringend. Das führt zu der Frage, ob die heutige Staatsstruktur überhaupt geeignet ist, auf die Probleme der Zeit zu reagieren. Wandel erfordert Anpassung, also Entscheidungen. Entscheidungen erfordern starke Regierungen, die sich durchsetzen können. Wir müssen den Staat umrüsten, damit er beweglicher wird und sich anpassen kann. Seine Reformkraft muß wachsen. Die Gedanken des Autors insbesondere zu Reformen des Wahlrechts, des Steuerrechts und der Sozialwerke können weiterhelfen.
Unterentwickelte Länder und ihre Probleme (Armut, Ethnien, Klima, Korruption, Krieg) sind ein Problem auch der reichen Länder (Migration, Terror). Entwicklungshilfe, Strukturhilfe und Krisenkontrolle sind Kernthemen der Globalisierungsdebatte. Gerade die reichen Länder, unter diesen die starken Industrienationen und Länder mit Rohstoffvorkommen, sind nicht nur moralisch gefordert zu helfen. Sie sind verdammt dazu! Die Staatengemeinschaft muß den armen Ländern helfen, wenn sie der Migration begegnen und den »Krieg gegen den Terror« gewinnen will. Diesen »asymmetrischen Krieg« entscheiden nicht Technologie und Waffen, sondern Erfolge im Kampf gegen Armut, Chaos, Krieg und Not. Die Welthandelsorganisation muß sich dieser Aufgabe stellen, oder sie wird am Gegensatz zwischen Arm und Reich, zwischen Nord und Süd im »Kampf der Kulturen« zerbrechen. Das Buch beleuchtet diese Problematik, skizziert Strategien der Hilfe und weist, wie z.B. beim Vorschlag für Länderpatenschaften, neue Wege für die nachhaltige Entwicklung der ärmsten Länder.